Gemeinsam mehr bewirken: Gründung einer Einkaufsgenossenschaft
Ökologische Verantwortung, regionale Wertschöpfung und faire Handelsbeziehungen gehören zu unserem Alltag – als Verband wie als Branche.
Als Pionier:innen eines zukunftsfähigen Wirtschaftens gehen wir nun den nächsten Schritt: Mit der Gründung einer Einkaufsgenossenschaft schaffen wir die Grundlage für mehr Kooperation, wirtschaftliche Stabilität und gelebte Solidarität.
Für mehr Professionalität im Alltag, eine stärkere Gemeinschaft – und noch mehr Wirkung in der Gesellschaft.
Warum eine Einkaufsgenossenschaft?
Gemeinsam können wir mehr erreichen – und dabei fairer, verlässlicher und wirkungsvoller handeln.
Die geplante Einkaufsgenossenschaft ist mehr als ein Zusammenschluss zum Einkaufen:
Sie ist eine professionelle Plattform für Zusammenarbeit, Versorgungssicherheit und Werteorientierung.
Sie soll:
- den Zugang zu Unverpackt-, Mehrweg- und Bio-Produkten erleichtern, die unseren Standards entsprechen
- Verhandlungen auf Augenhöhe mit Produzent:innen ermöglichen, die unsere Werte teilen
- Abnahmesicherheit und Planbarkeit schaffen – für Euch und für die Herstellenden
- Verfügbarkeiten verbessern und Lieferketten absichern, gerade in unsicheren Zeiten
- langfristig eine eigene, solidarisch getragene Infrastruktur für nachhaltige Produktbeschaffung aufbauen

Unsere Vision:
Faire, stabile Konditionen für alle Beteiligten durch eine solidarische Einkaufsstruktur, die unsere Ideale wirtschaftlich trägt.
Warum jetzt?
Der Bedarf nach Verlässlichkeit, fairen Preisen und funktionierenden Lieferketten wächst. Gleichzeitig sinkt der politische und wirtschaftliche Einfluss kleiner, nachhaltiger Akteure im Lebensmitteleinzelhandel.
Eine Genossenschaft ist ein solidarisches und auch erprobtes Modell mit großer gemeinsamer Hebelwirkung, um diesen Herausforderungen zu begegnen.
Das Konzept wird vor der Zulassung extern geprüft und bietet damit ein hohes Maß an Sicherheit – bei überschaubarem Risiko.
Mit dem Unterzeichnen der Absichtserklärung hilfst du uns, zu planen und das Projekt gezielt voranzubringen.
Was wir bisher erreicht haben
Sortiment
- TOP100 Produktliste anhand der Rückmeldungen der Mitglieder erstellt
- Mindestbestellwert von 1.000 Euro für frachtkostenfreie Lieferung nötig, bei geringerem Bestellwert ggf. Zuschlag nötig


Logistik
- Anmietung eines bio-zertifizierten Lagers mit Platz für 200 Paletten / 200 – 400 m²
- evt. Möglichkeit der Abfüllung in Pfandeimer
- Bestellannahme und Rechnungsstellung durch Einkaufsgenossenschaft
- Abwicklung des Lieferprozesses (Kommisionierung und Versand) durch Logistikpartner
> Auslagern der Logistik z. B. Spedition, Bio-Logistiker, Großhändler oder Fördermitglieder
- Integration eines Pfand-Poolsystems z. B. Pfabo
Finanzmodell
Finanzbedarf
Gründungskosten: 8.000 Euro
Wareneinkauf: 190.000 Euro
Geschäftsausstattung: 5.500 Euro
Liquiditätsreserven: 30.000 Euro
Investitionskosten: 240.000 Euro
Finanzierung
- Kapital durch Genossenschaftsanteile und Eintrittsgeld (zusammen ca. 1.000 Euro / Anteil)
- Geschäftsbetrieb mit Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern möglich
- Fremdfinanzierung durch Bank
- keine Fördermöglichkeit für Gründung einer Genossenschaft
laufende Kosten
- monatlicher Umsatz von 70-80.000 Euro nötig
z. B. 70 Mitglieder bestellen pro Monat für 1.000 Euro
- Logistikkosten sind größter Posten
wenige Bestellungen mit hohem Bestellwert nötig (ca. 1.000 Euro), bei halbem Bestellwert verdoppeln sich die Kosten
Organisationsmodell
Organigramm
Die Einkaufsgenossenschaft folgt dem Prinzip der demokratischen Selbstverwaltung.
Im Zentrum steht die Mitgliederversammlung – jedes Mitglied hat dort eine Stimme, unabhängig von Kapital oder Größe. Sie trifft die wichtigsten Entscheidungen und wählt den Aufsichtsrat.
Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern. Er vertritt die Interessen der Gemeinschaft, überwacht den Vorstand und stellt sicher, dass im Sinne der Mitglieder gewirtschaftet wird.
Der Vorstand führt die Geschäfte der Genossenschaft. Er besteht aus zwei Personen, die operativ tätig sind und den Einkauf, die Organisation und den Aufbau der Infrastruktur verantworten.

Nächste Schritte

Der Weg zur Gründung
Um die Anfangsphase schlank und effizient zu gestalten, soll die Einkaufsgenossenschaft zunächst von einem kleinen Gründungsteam ins Leben gerufen werden. Dieses Team übernimmt die Erstellung der Satzung, die Abstimmung mit dem Prüfungsverband sowie die organisatorische und rechtliche Vorbereitung.
Nach der erfolgreichen Eintragung ins Genossenschaftsregister steht die Genossenschaft allen interessierten Mitgliedern offen. Dann können sich Läden, Produzent:innen und weitere Partner mit einem Geschäftsanteil beteiligen – und die gemeinsame Einkaufsstruktur aktiv mitgestalten.
Jetzt Absichtserklärung unterzeichnen
Die Idee ist klar. Der Bedarf ist da. Der Weg liegt vor uns. Damit diese Vision Realität wird, brauchen wir euch.
Mit eurem Vertrauen, eurem Mut und eurem Engagement entsteht ein Instrument, das den Unverpackt-Gedanken wirtschaftlich stärkt und strukturell absichert.
Ihr möchtet Teil der Einkaufsgenossenschaft werden – oder sie aktiv unterstützen?
Dann sendet uns jetzt eure Absichtserklärung und zeigt, dass ihr Interesse an gemeinschaftlichem Einkauf, fairen Konditionen und einer starken Unverpackt-Branche habt.
Eure Erklärung ist zum jetzigen Zeitpunkt unverbindlich, aber sie hilft uns, besser zu planen und zu entscheiden, ob wir das Projekt weiter voranbringen.